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Samstag, 12. August 2017

[ #frühforderung ] Mehrsprachigkeit in der Kindheit - Perspektiven für die frühpädagogische Praxis

Mehrsprachigkeit wird heute zwar als gesellschaftliche Realität anerkannt – mehrsprachig aufzuwachsen gilt hingegen noch immer als außergewöhnlich. 

Die vorliegende Expertise beschäftigt sich mit dem Sprachgebrauch junger Kinder innerhalb ihres mehrsprachigen Familienalltags sowie ihrer ein- oder mehrsprachig organisierten Kindertageseinrichtungen. Ausgehend von den Bedingungen eines dynamischen Sprach(en)erwerbs, erörtert Argyro Panagiotopoulou das mono- oder translinguale Handeln von Kindern und ihren Bezugspersonen als legitime und sinnvolle Praxis der Weltaneignung. Kritisch hingegen befragt die Autorin den stigmatisierenden Umgang mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit nach sprachideologischen Hintergründen sowie nach möglichen sprachpädagogischen Implikationen. 

Die Expertise eröffnet – u.a. im Zusammenhang mit dem Translanguaging-Ansatz – Perspektiven für eine Neuorientierung der frühpädagogischen Praxis. Damit ist sie zugleich ein Plädoyer für eine inklusive Sprachbildung, die alle Kinder als angehende Mehrsprachige anerkennt und sie bei ihrem Sprach(en)erwerb unterstützt.

Ein Interview mit Argyro Panagiotopoulou zu Mehrsprachigkeit in der Kita findet man auf YouTube:



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Inhalt
1 Einleitung 8
2 Mehrsprachiges Aufwachsen im Kontext von Familien und Kindertageseinrichtungen 9
2.1 Zum linguistischen Repertoire zwei- oder mehrsprachiger Kinder 9
2.2 Normalitätserwartungen gegenüber Mehrsprachigen – oder: Der ständige
Vergleich mit (fiktiven) Einsprachigen 11
2.3 Trotz aller Vergleiche: Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede beim ein- und
mehrsprachigen Spracherwerb 12
2.4 Sprachmischung von Anfang an – (un)balancierte Mehrsprachigkeit am Ende? 13
2.5 Von Code-Switching zu Translanguaging: Dynamischer Sprach(en)erwerb im
familiären Kontext 15
2.6 Von der familiären Mehrsprachigkeit zur institutionellen Einsprachigkeit in
Kindertageseinrichtungen 18
2.7 Umgang mit Mehrsprachigkeit im Alltag ein- und mehrsprachiger Einrichtungen
frühkindlicher Erziehung und Bildung 20
2.7.1 Monolingualisierung – Erziehung zur Einsprachigkeit 20
2.7.2 Silencing – Nichtzulassen oder Verleugnen der Familiensprachen 22
3 Wende zur Mehrsprachigkeit in Einrichtungen frühkindlicher Erziehung und
Bildung: Konzepte und Befunde 24
3.1 Statt sprachseparierender Maßnahmen und einsprachiger Vorbilder:
Translanguaging als sprachpädagogisches Konzept 24
3.2 Statt Sprachlosigkeit: Bilinguale Einrichtungen als „a safe space“ für Kinder und
pädagogische Fachkräfte 27
3.2.1 Translanguaging im Alltag einer englisch-spanisch-sprachigen
Einrichtung in den USA 28
3.2.2 Translanguaging im Alltag einer arabisch-hebräisch-sprachigen
Einrichtung in Israel 29
3.2.3 Translanguaging im Alltag einer deutsch-französisch-sprachigen
Einrichtung in der Westschweiz 30
3.3 Statt einer Dichotomie von Alltags- und Bildungssprache: Literacy als
translinguale Praxis von Kindern 31
4 Fazit und Ausblick 34
5 Literatur 36Lohnt sich ein Download

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